Tanzende Laternen am Straßenrand - In der Lichtspalte des Möglichen wird sichtbar das die wirkliche Welt anders sein könnte unter der notwendigen Bedingungen, dass man darauf verzichtet sie bestimmen zu wollen. Inwiefern ist Passivität also nicht nur als Wiederstandsform sondern auch als Ermöglichungsform zu verstehen?
Ausgangspunkt waren verschiedene Taktiken der Unterlassung durch passive Verhaltensweisen wie beispielsweise dem Flanieren durch die Stadt, das Sich-treiben-lassen in der Bahn, das Nichtstun, das Schweigen oder Vergessen. Insbesondere im künstlerischem Bereich in dem nicht nur das Tätigsein zählt, sondern mindestens im gleichen Maße auch dem passivischen, den Obsessionen, den Splins und anderen Formen der unproduktiven Verschwendung und unwillkürlichen Abschweifungen, Raum gegeben wird. 
Alle grundlegenden Aufnahmen wurden mithilfe von Fotografie und Echtzeitmaterial erfasst durch Zeitverschiebungstechniken sowohl im 3D- als auch im 2D-Raum gedehnt. Die Idee der „Zeit-Dehnung“ spiegelt sich auch in den Melodien wieder: langanhaltende Töne, die eingefrorene Momente der Vergangenheit hervor zu rufen scheinen. Die Wahl von Virtual Reality für die Installation liegt im immersiven Charakter des Mediums, das den Betrachter in eine möglichst gelöste Stimmung bringen soll und ein Eintauchen in die Umgebung ermöglicht.
Software: Adobe After Effects
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